Ab 5 gab es
Frühstück, kurz zuvor weckte das Personal. Auch Uli und Stephan
drängten sich in der Hütte durch das Menschengewirr. Draußen
wurde es langsam hell. Die kurze Abfahrt zum Allalingletscher
war total vereist. Hier machte sich die Meute für den Aufstieg
fertig. Felle wurden auf die Ski geklebt und die Ausrüstung
gerichtet. Während die ersten nur noch als Punkte auf dem
Gletscher auszumachen waren fingen Uli und Stephan gerade erst
an in Bewegung zu kommen. Die erste Nacht steckte noch in den
Knochen. Der Körper musste sich erst an die Höhe gewöhnen. So
reihten sich die Beiden als letzte in die Spur ein.
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Uli
morgens auf dem Allalingletscher. |
Uli auf
dem Weg zum Adlerpass. |
Aber auch
Andere kämpften mit der dünnen Luft. Auf dem Weg holten sie auf
und konnten sich ins Mittelfeld vorarbeiten. Die Sonne stieg
langsam auf und färbte den Gletscher in rosarote Töne. Eisiger
Wind blies über die Glätscherfläche. Jetzt teilten sich die
aufsteigenden Gruppen. Während ein kleiner Teil geradeaus zum
steilen Allalinpass marschierte schwenkte der Großteil Richtung
Süden auf das Strahlhorn zu. Stephan und Uli kamen zum Fuße der
beeindruckenden Rimpfischhorn-Ostwand. Danach steilte sich der
Hang bis zum Adlerpass auf.
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Uli im
oberen Teil des Allalingletschers. |
Im Hintergrund
der Nordgrat des Strahlhorns. |
Von diesem
kommt man auch auf den Spuren der „Haute Route“ ins Monte Rosa
Massiv. Kurz darunter machten Stephan und Uli die Harscheisen
auf die Bindung. Der folgende vereiste Westgrat galt als
Schlüsselstelle. Doch im Moment herrschten sehr gute
Bedingungen, so konnten die Steigeisen getrost im Rucksack
gelassen werden. Die Schwierigkeiten waren schnell überwunden.
Es folgte ein breiter gemütlicher Hang. Dieser reichte bis zum
felsigen Gipfelaufbau.
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Kurz nach
dem Adlerpass wird es wieder flacher. |
Uli die
letzten Meter zum Gipfel. |
Auf dem
Strahlhorn war großes Treiben. Der kalte Wind blies immer noch,
deshalb verweilten die Besteiger nur kurz am Kreuz.
Ein ständiges auf und ab am schmalen Zustieg war die Folge. Auch
Stephan und Uli blieben nicht lange. Ein Foto mit der
Wilden-Hunde Fahne, dann stiegen sie zum 5 Minuten entfernten
Skidepot zurück.
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Uli mit
"Wilde Hunde" Fahne am Gipfel des Strahlhorns. |
Uli bei
der Abfahrt auf dem Allalingletscher. |
Die verdiente
Pause verlegten die beiden auf eine 200m tiefere Stelle im
Windschatten. Diese befand sich mitten im Abfahrtshang. Die
Sonne lies es auf gut 4000 Metern angenehm warm werden. So hält
man es aus. Wie auf einer Piste fuhr man bis zum Hüttenanstieg
hinunter. Am frühen Nachmittag war diese dann erreicht und es
konnte endlich mal so richtig ausgespannt werden.
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